Prof. Dr. MHEd. Telse Iwers hat am 15. April 2019 im Rahmen der von ihr mitinitiierten Ringvorlesung „Achtsamkeit in der Pädagogik“ an der Universität Hamburg einen Vortrag zu „Gelassenheit und Achtsamkeit durch Introvision“ gehalten.

Iwers gibt einen komplexen und zugleich kompakten Einblick in die langjährige Forschungsarbeit der Introvision. Dabei nimmt sie die praktische Anwendung der Introvision und deren Einsatz in pädagogischen Handlungsfeldern besonders in den Blick. Die achtsamkeitsbasierte Introvision kann einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der pädagogischen Kompetenz leisten, so ihr Ansatz. In der Phase der Selbstreflexion etwa fördert die Introvision die Analyse der eigenen konflikthaften Wahrnehmungsstrukturen. Im Umgang mit Herausforderungen oder im akuten Konflikt trägt sie in der mentalen Selbstregulation zur Auflösung der blockierenden Strukturen bei. Ziel ist die „Wiederherstellung der situationsangemessenen Wahrnehmungsfähigkeit“. Das gilt nicht nur für pädagogisch Handelnde, sondern für alle, die an einer achtsamen Sozial- und Interaktionskompetenz interessiert sind, kurz: es geht um mehr Gelassenheit im herausfordernden Alltag.

Iwers stellt dabei ganz konkrete Bezüge zu Achtsamkeitsforschung und -praxis her. In ihrem Vortrag bekommt man einen Eindruck, wie sehr sich beide Ansätze gegenseitig ergänzen und befruchten. Iwers sieht im konkreten Einsatz sowie der Weiterentwicklung von Introvision auch unter dem Aspekt der Achtsamkeit in Schule und Lehre großes Potential im Bemühen um eine pädagogische Professionalisierung in diesen dynamischen Umfeldern.

Der Vortrag wurde von Lecture2Go mitgeschnitten und ist inzwischen online. Viel Freude beim Schauen!

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Angela Rohde